Das Innovationsforum der Flughafenbranche

4. GATE FUTURE

Berlin, 30. März 2023

GATE, der Fachverband der Flughafenausrüster, lädt zum vierten Mal zum Innovationsforum GATE FUTURE nach Berlin ein. Das Ziel der Veranstaltung am 30. März im Hotel Steigenberger am Kanzleramt ist es, mit Vertretern deutscher Verkehrs- und Regionalflughäfen und ihren Zulieferern über die Trends der Zukunft sowie über die aktuellen Herausforderungen zu diskutieren.

 

Im Fokus der GATE FUTURE im nächsten Jahr stehen nachhaltige Entwicklungen sowie neue Technologien, die die Effizienz der Flughafenprozesse und die Passagierzufriedenheit steigern können. GATE verfolgt mit dem Innovationsforum die Idee, Flughäfen und Industrie näher zusammenzubringen, um die Bedürfnisse der jeweils anderen Seiten und die Interessen der Passagiere noch besser verstehen zu können.  

 

Deswegen lädt GATE dazu ein, Themen wie Digitalisierung, Automatisierung, künstliche Intelligenz in der Gepäckabfertigung, Wasserstoffantrieb, Flughafendesign oder Energieeffizienz in Focus Sessions zu vertiefen und Visionen zu entwickeln. Zudem werden in zwei Paneldiskussionen Gäste aus der Luftfahrt und Flughafenindustrie über neue Konzepte und Ansätze sprechen.

 

Programm


09:00 Ankunft der Teilnehmenden 
09:30

Begrüßung

09:45

Key Note I 

10:00

Paneldiskussion I

10:45

Focus Sessions I

12:15

Mittagspause

13:45

Wrap-up

14:00 Key Note II
14:30

Focus Sessions II

16:15 Paneldiskussion II
16:45 Schlusswort/Get-together

Key Note I

Nicole Dreyer-Langlet, 
Vizepräsidentin Forschung & Technologie 

 

Focus Sessions I


Innovative Antriebstechnologien auf dem Vorfeld 

Flughäfen weltweit haben sich verpflichtet, bis zum Jahr 2035 CO2-neutral zu sein - einige sogar schon bis 2030. Dazu gehört natürlich auch das Vorfeld. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es unerlässlich, den Fuhrpark auf emissionsfreie Fahrzeuge und Geräte umzustellen. Zum aktuellen Zeitpunkt denken die meisten Flughäfen noch an den Betrieb von elektrisch angetriebenen Bodengeräten. Dies beinhaltet aber eine sehr aufwendige, dezentrale Ladeinfrastruktur und stellt den Betrieb vor logistische Herausforderungen. Erschwerend kommt hinzu, dass unterschiedliche Geräte einen unterschiedlichen Leistungsbedarf haben. Können mobile Ladegeräte eine Alternative und/oder eine zusätzliche logistische Lösung sein? Ist Wasserstoff eine Alternative? Und woher kommt grüner Wasserstoff in Zukunft?

 

Peter Heuberger, COBUS Industries
Julian Dörreich, eTree
Naser Abu Daqqa, eTree

 

Künstliche Intelligenz in der Gepäckabfertigung

André Beck, PSI Logistics
Lars Wolff, PSI Logistics

 

 AC oder DC? Einsatz von Gleichstrom am Flughafen

 

Erste Installationen von DC-Microgrids zeigen das enorme Potenzial in Bezug auf Ressourceneinsparung und Energieeffizienz. Die Leistung der Trafostation am Übergabepunkt zu den Stadtwerken wird um 30 % reduziert. Entsprechend geringer ist der Bedarf an Kupfer und Bauraum, was sich positiv auf die Energiekosten auswirkt. Die Einbindung von Energiespeichern kann die Anschlussleistung weiter reduzieren, eignet sich aber ebenso gut zur Überbrückung von kurz- oder langfristigen Unterbrechungen. Gleichstromnetze verursachen im Vergleich zu Wechselstromnetzen nicht mehr als die Hälfte der Übertragungsverluste, wodurch sich die CO2-Bilanz insbesondere bei großen Systemen verbessert.

Warum sollten neue Flughäfen mit Gleichstromnetzen geplant werden?  

1. Für die Installation des Gleichstromnetzes werden weniger Ressourcen an Kupfer, Kunststoffen, Kabelkanälen usw. benötigt als für die vergleichbare Wechselstromverteilung. 

2. Die Anschlussleistung des gesamten Flughafens wird drastisch reduziert, und Solarmodule ermöglichen eine effiziente Nutzung der selbst erzeugten grünen Energie

3.  Die Verfügbarkeit elektrischer Anlagen steigt, da Netzunterbrechungen und andere Störungen im Versorgungssystem durch die im Gleichstromnetz gespeicherte Energie überbrückt werden

 

Tim-Oliver Ricke, LENZE SE

 

Mit Biometrie Prozesse am Flughafen beschleunigen

Elke Oberg, Cognitec Systems
Mathias Lauterbach, Gunnebo

 

 Nutzung von Cloud-Anwendungen auf Flughäfen

 

Im ersten Teil des Workshops erhalten die Teilnehmer eine Einführung in die Grundzüge von Cloud Technologien mit Schwerpunkt auf Informationssicherheit und Datenintegrität sowie Einblicke in Beispiele aktueller, operativer Nutzung von Cloud-Anwendungen auf Flughäfen. In einem gemeinsamen, interaktiven Teil wird anschließend allen Teilnehmern die Gelegenheit gegeben, Ihre Erwartungen und Bedenken an die Technologie zu formulieren und der Versuch unternommen, eine gemeinsame Bewertung der Chancen und Risiken der Technologie zu erreichen. Im Austausch untereinander sollen dann Bereiche identifiziert und Wege aufgezeigt werden, in denen die Technik mehrwertorientiert aber risikominimiert am Flughafen eingesetzt werden kann.

 

Stephan Poser, Siemens Logistics
Bob Kwik, Amazon Web Services

 

Focus Sessions II


Smart GSE - der neue ganzheitliche Optimierungsansatz

 

Die Bedeutung des Ground Service Equiment, kurz GSE, in den heutigen Abfertigungsprozessen wächst. Der Einsatz des passenden GSE trägt wesentlich zur CO2-Einsparung des Flughafens bei und zahlt auf die Nachhaltigkeitsziele ein. Eine vorausschauende Planung von Wartungen sowie Tank- oder Auflade-Vorgängen erhöht zudem die zuverlässige Verfügbarkeit des GSE.

 

Smart GSE ermöglichen es darüber hinaus, den Einsatz optimiert, effizient und zuverlässig zu planen. In einem gemischten Fuhrpark wird GSE basierend auf ihren Emissions- und Kosten-Faktoren optimal eingesetzt und somit ist ein sanfter Übergang zu einem emissionsfreien Fuhrpark möglich. Durch ein übergreifendes Geräte-Pooling kann der Fuhrpark reduziert werden - was wiederum zur Emissionsreduktion beiträgt.In naher Zukunft ermöglicht Smart GSE den gleichwertigen Einsatz von konventionelle und autonomem GSE in ein und demselben Fuhrpark.

 

Roland Ückert, HiSERV
Alexander Wendorff, Inform

 

Die Zukunft der Bodenstromversorgung - Anforderungen, Herausforderungen und innovative Lösungen

Spätestens 2035 müssen dieselbetriebene GPUs, welche für ca. 40 % der CO2 Emissionen der Abfertigung verantwortlich sind, sukzessive durch netzgespeiste Umformer oder batterie- oder wasserstoff-betriebene Lösungen ersetzt werden. Dabei werden Flughafenbetreiber mit völligen neuen Herausforderungen konfrontiert, da die Elektrifizierung des Vorfelds auch einhergeht  mit dem erhöhten Bedarf an elektrischer Energie oder Batterien, die regelmäßig  geladen werden müssen.

In diesem Workshop möchten wir einen Einblick auf die zukünftigen Anforderungen an die Bodenstromversorgung samt Andiensystemen geben und konkrete Lösungen präsentieren. Wir möchten Pro und Contras hervorheben und die unterschiedlichen Konzepte im Detail beleuchten.

 

Michael Brandstötter, Dynell

 

Thinking outside the box - Die Zukunft der Passenger Journey

Lange Wartezeiten an der Sicherheitskontrolle, am falschen Gate, den Flug verpasst. Die perfekte Passenger Journey sieht anders aus. Aber was sind die Probleme, die es auf dem Weg zu einer reibungslosen Passenger Journey zu bewältigen gibt. Denken wir gemeinsam in Richtung Zukunft und suchen nach den richtigen Lösungsansätzen: Thinking outside the box!

 

Mit Einblicken aus einem der größten deutschen Flughäfen erarbeiten wir gemeinsam in diesem Workshop Best- und Worst Case Szenarien der Passenger Journey. Wir identifizieren existierende Systeme und wie wir durch die Vernetzung dieser bereits heute Optimierungen vornehmen könnten. Welche Systeme müssten ggf. angepasst oder in der Zukunft entwickelt werden, damit die Reise zum Flughafen noch reibungsloser verläuft?

 

Johannes Sittig, Sittig Technologies
Markus Schaarschmidt, Lost and Found

 

Intermodalität im Frachtverkehr - mehr als nur Luftfracht

Nicht nur zu Covid-Zeiten haben wir gelernt, dass es eine enge Verbindung zwischen Passagierflügen und Luftfracht gibt. Mehr als 45 % der Fracht wird von Passagierflugzeugen transportiert, aber mit dem Rückgang des Passagieraufkommens wurden etwa 75 % der Luftfrachtkapazität vom Markt genommen - einer der Gründe, warum Frachtkapazitäten während der Krise knapp wurden und stattdessen auf konventionelle Seefracht zurückgegriffen wurde. Diese erwies sich war als langsamer und schwieriger, da es auch an Containern mangelte. Könnte die Fracht anders und besser organisiert werden, indem Passagierflüge mit Frachtflugzeugen und in Zukunft auch mit Containerschiffen kombiniert werden?

Was bedeutet das für die Flughäfen? Welche Infrastruktur müssen die Flughäfen in Zukunft bereitstellen?

 

Wird Intermodalität der Schlüssel für ein nachhaltigeres Geschäft mit Fracht- und Passagierflugzeugen sein?

 

Christoph Oftring, Beumer Group
Tobias Hock, National Air Cargo

 

Design

NN


GATE Future Location: Humbold-Carré
GATE Future Location: Humbold-Carré

Location:

Hotel Steigenberger am Kanzleramt

Um den Teilnehmern der GATE FUTURE nicht nur spannende Inhalte, sondern auch einen passenden Rahmen zu bieten, wird die Veranstaltung im Hotel Steigenberger stattfinden. Direkt am Hauptbahnhof (Mitte) gelegen, empfängt das Hotel Steigenberger unsere Teilnehmer mit direktem Blick auf das Bundeskanzleramt und die Spree.

 

Zimmerkontingent abrufbar vom 29 -31. März 2023

 

Steigenberger Hotel Am Kanzleramt

Ella-Trebe-Strasse 5

10557 Berlin

 

Parken(38 Stellplätze) in der Tiefgarage des Hotels

Preise: erste Stunde 9,- €, jede weitere Stunde 3,- €

Tagespreis: 33,- €

 

 

Eine Reservierung für eine oder zwei Nächte kann unter dem Codewort "GATE FUTURE" vorgenommen werden.